MedMobil in Stuttgart

Von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen sind in hohem Maße krankmachenden Stressoren ausgesetzt, welche die Gesundheit psychisch und physisch massiv beeinflussen können. Der Alltag dieser Menschen bringt viele Probleme mit sich, zu deren Bewältigung Hilfe und Unterstützung notwendig sind, auch im Bezug auf die gesundheitliche Versorgung.Trotz akuter und chronischer Probleme nehmen viele Menschen medizinische Hilfe nicht oder verspätet in Anspruch. Strukturelle und individuelle Barrieren erschweren die Inanspruchnahme der regulären Hilfen. Ein unklarer oder nicht vorhandener Versicherungsstatus beispielsweise oder schlicht mangelnde Krankheitseinsicht und Angst, schlechte Erfahrungen oder die Befürchtung, mit offen gezeigter Ablehnung konfrontiert zu werden sind Gründe, die bei MedMobil-Einsätzen oft genannt werden. Auch Überforderung mit Organisation und Bürokratie,  Zuzahlungen und sprachlicher Verständigung spielen eine große Rolle. An diesen Barrieren setzt das Projekt MedMobil an und bietet eine Brücke ins reguläre Gesundheits- und soziale Hilfesystem.

In einem Behandlungsbus und in speziell eingerichteten kleinen Behandlungszimmern in Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe Stuttgart sucht ehrenamtlich engagiertes medizinisches Fachpersonal (Ärzt_innen und medizinische Assistent_innen) mit einer/m Sozialarbeiter_in öffentliche Treffpunkte von Wohnungs-/Obdachlosen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen auf. Eine MedMobil-Sprechstunde dauert vor Ort jeweils zwei Stunden an.

MedMobil bietet unabhängig vom Krankenversicherungsstatus -

  • medizinische Basisversorgung in Form von ärztlicher Hilfe und Aufklärung zu gesundheitlichen Fragen,
  • Maßnahmen zur Prävention von Krankheiten,
  • pflegerische Unterstützung (Verbandwechsel, Wundversorgung),
  • bei Bedarf unbürokratische Vermittlung zu niedergelassenen Ärzten und in Ambulanzen und Kliniken.
  • Zusätzlich besteht bei komplexen Problemen und Fragestellungen das Angebot für soziale Beratung und Orientierungshilfe im Hilfesystem (z.B. Wohnungslosigkeit, Suchtproblemen, Schulden, usw.)
  • Ziel ist es, unbürokratisch zu helfen, die gesundheitliche Versorgung zu verbessern und den Zugang zum regulären Hilfesystem zu erleichtern.

 

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